Der Reformationstag macht hilflos. Warum ist die katholische Kirche in bleierner Untätigkeit erstarrt? Offensichtlich müssen die Gemeinden selbst die Ökumene in die Hand nehmen. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: Theologie
Der Glaube der Kirchenväter? Zu den Grundlagen von J. Ratzingers Theologie
J. Ratzinger, ehemals Präfekt der römischen Glaubenskongregation und späterer Papst, hat die theologischen Geschicke der Kirche 33 Jahre lang geleitet. Der Artikel stellt die These auf, dass er sich Ratzinger eher von der griechischen Metaphysik als von der Botschaft Jesu leiten ließ. Weiterlesen
Zur Aktualität der Negativen Theologie
Die Negative Theologie ist nicht nur in der christlichen Theologie, sondern auch in anderen Religionen zu Hause. Doch ist sie in jeder Epoche neu zu erarbeiten, denn die Erfahrung der Gottesferne zeigt sich in immer neuen Weisen. Heute ist zu fragen: Ist Gott nicht deshalb wirklichkeitsfern geworden, weil schon unserer Sprache die Wirklichkeit abhanden gekommen ist. Weiterlesen
Der Satanspakt der Neuzeit – Zu einem Roman von Harry Mulisch
Einleitung: Von der Gegenwart erzählen
Der biblische Glaube lebt aus Erfahrungen, die in Geschichten erzählt, weitergegeben und immer neu angeeignet werden. Diese Geschichten ersetzen die persönliche Wegsuche nicht, aber sie sind wie ein Netz über den Abgrund menschlicher Beliebigkeit gespannt, sie geben Orientierung. Spätere Generationen tragen ihre eigenen Erfahrungen in dieses Netzwerk ein. Weiterlesen
Zwei Texte aus der Zeitschrift CONCILIUM zum Ordinationsverbot von Frauen[1]
Im Juni 1999 veröffentlichten Elisabeth Schüssler Fiorenza und Hermann Häring in der Zeitschrift CONCILIUM eine Themennummer zur Frage der Frauenordination („Die Weigerung, Frauen zu ordinieren“, 35[1999], Nr.3). Die von Häring verfassten Beiträge werden hier dokumentiert. Zwar spiegeln die vorgetragenen Artumente den Diskussionsstand vom Herbst 1998, dennoch wirken sie auffallend aktuell; die katholische Kirche hat sich noch immer nicht bewegt. Weiterlesen
Böse, das/der (Lexikonartikel)
1. Der Sprachgebrauch des Begriffs „böse“ reicht von einer undifferenzierten Alltagsbedeutung (ungesund, bedrohlich oder gefährlich) über eine religiöse Einordnung (unheilbringend) und eine spezifisch moralische Qualifikation (übelwollend) bis hin zu einer metaphysischen Erklärung der Welt aus einem guten und einem schlechten Prinzip. Weiterlesen
Das Böse – Zwischen Theorie, Praxis und Imagination
I. Faszination durch Konfusion
Das Böse hat viele Namen. In jeder Epoche der Menschheitsgeschichte kommen neue Namen hinzu. Keinen Sektor und keine Dimension der Wirklichkeit gibt es, in der es nicht seine Spuren hinterläßt: in Andeutungen, als hintergründige Wirklichkeit oder explizit. Weiterlesen
Unfehlbarkeit
Diese Lexikonartikel präsentiert die Inhalte und die Begründungsprobleme der römisch-katholischen UInfehlbarkeitslehre, deren biblische, historischeund systematische Begründungen Hans Küng im Jahr 1970 in Frage stellte und damit eine leidenschaftliche Diskussion auslöste. Weiterlesen
„… wie ein Blitz vom Himmel“ – Zur Geschichte des Teufelsglaubens, eine Lesehilfe
Der Teufel, von Philosophen längst ins Reich der Fabeln verbannt und von Theologen nur noch ungern besprochen, ist wieder im Schwange. Geheimzirkel und satanistische Bewegungen greifen auf ihn zurück. Den Ton bestimmen Totenschädel und Gruselkabinett, Sexismus und ritualisierte Perversion, aber auch Psychoterror und kriminelle Energie. Dabei hätte das Christentum 2000 Jahre Zeit gehabt, sich zu Bewusstsein zu bringen, was es mit den Unheilsfiguren aus anderen Religionen erbte. Weiterlesen
Ijob in unserer Zeit – Zum Problem des Leidens in der Welt
Selbstkritische Bescheidenheit
Ijob gibt es nicht nur im Alten Testament, und Leiden ist keine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Nicht nur Israel hat sich der zu verhandelnden Frage gestellt, vielmehr wurzelt die Ijobsgeschichte in einer anderen Kultur[1]. Und wir sollten nicht versuchen, auch noch den Rekord der Leidensmaximierung für uns zu verbuchen. Daß das Christentum die angemessenste aller Lösungen biete, ist zudem vielen Zeitgenossen zweifelhaft geworden. Weiterlesen
Das Böse der Welt – Als Frage nach Gottes Ohnmacht und Macht
Mit der Katastrophe von Auschwitz ist die klassische Verteidigung von Gottes Güte gegenüber dem Übel der Welt zusammengebrochen. Theologie und Philosophie sitzen seitdem in einem Boot und ohne Rückgriff auf die Praxis reichen ihre Theorien nicht mehr aus. Weiterlesen
Den Teufel zum Vater? – Zur Verdrängung des Bösen in Geschichte und Theologie
Der Kampf gegen das Böse im Christentum und in anderen Religionen ist mit einem Widerspruch behaftet. Er lässt sich vom Bösen selbst affizieren, verdinglicht und projiziert so sein eigenes Böses in die Dinge hinein, statt die eigenen Anteile des Bösen zu entdecken. Im Christentum führte dies zu einem gnadenlosen Kampf für die Wahrheit, zur Leugnung der leiblichen Vitalität und zur Verteufelung der Welt. Weiterlesen